Technik

Eine kurze Übersicht verschiedener Antriebsprinzipien sowie deren Vor- und Nachteile.

Auch und gerade für den weniger technikbegeisterten Nutzer.




Antrieb durch Benzin oder Strom

Dies sind die zwei gängigen und von der Industrie erschlossenen Antriebsmethoden für Zweiräder. Am Alkohol wird herumgehadert, Solar- und Wasserstoffenergie sind teuer, sperrig und noch unausgereift.

 

Der Benzin-Anbaumotor arbeitet üblicherweise nach dem Zweitaktprinzip. Vielen Leuten sind das "Räm-pläm-pläm" und der Geruch eher lästig. Dafür haben sie mit einem anständigen Tank allerdings auch anständige Reichweiten, der Metrom schafft bis zu 400 km ohne Tankstop. Der stolze Besitzer sollte geneigt sein, an Dinge wie den Benzinhahn und das einzustudierende kleine Startprozedere seines Renners zu denken/denken zu können.

Belohnt wird man dafür mit Motorrad pur: Wind und Gebrumm um die Ohren und immer wieder entzückt von dem wundersamen Anschub.

 

Der Elekrische Antrieb funktioniert geräuschlos. Er riecht auch nicht, dafür braucht er aufgeladene Akkumulatoren. Das Umweltargument gilt deshalb nicht wirklich, schließlich muß auch der Strom für die Batterien erst irgendwo erzeugt werden, am Ende in einem Kernkraftwerk. Es wiegt ein solcher Akkusatz runde 5-6 kg, und wer viel fährt, muß auch viel laden und hat auf diese Weise seine sportliche Einlage...

Nachteil: Die geringeren Reichweiten als beim Benziner.

Riesenvorteil: Volle Kraft aus dem Stand - kein Schlingern, kein Einkuppeln und sofort vollen Dampf. "Als wenn ein Engel schiebt!" (Galland)




Anbausätze, Fahrzeuge diverser Hersteller und Bückware:

Den klassischen "Anbausatz zum Anbau an ein geeignetes Fahrrad" (Preuß.: Hilfsmotor) gibt es immer noch. Der widerliche TÜV würgt zwar alles ab, was noch mit Benzin daherkommt, aber es gibt Alternativen: Ich empfehle für ein E-Mobil oder ein Pedelec mit Anfahrhilfe und zum Anbau an Sonderformen den Schachner- oder Ansmannmotor.

Ein kompletter Satz kostet nach wie vor etwa 1100,- €, garantiert aber eine haltbare Lösung samt Ersatzteilen und guter Wartbarkeit.

Wie bereits oben erwähnt, führen mittlerweile die meisten Fahrradmarken ebenfalls Motor-Räder. Sprechen Sie uns einfach an, wenn Sie etwas im Auge haben.

Ach, und Bückware:
Weil ich so oft danach gefragt werde: Ja, man kann damit auch schneller fahren!
Manchmal sogar viel schneller. Das ist verboten, aber das wissen Sie ja selbst, schließlich sind Sie alt genug. Bwahahaha
Und: Ja, ich kann das.




Abtrieb über Rolle oder Kette

Generell gilt: Wer bei Regen raus muß, sollte lieber einen Kettentrieb benutzen. hier packen Zahnräder zu und übertragen ihre Kraft völlig ungerührt.

Reibrollen, wie auch am Dynamo, verlieren bei großer Nässe oder höherer Leistungsabgabe gern den Kraftschluß. Sie bieten allerdings den Vorteil, so auch das Voderrad antreiben zu können (Velosolex) und wirken alles in allem zwar nicht reifen-, aber speichenschonend.




Einbaulage und angetriebenes Rad

Die Geschichte des motorisierten Zweirades kennt praktisch keinen Ort am oder um den Rahmen, an dem man (und auch Frau!) nicht irgendwann einen Treibsatz befestigt hätte. Heute gibt es u. a. elektrische Radmotoren, die sich nachträglich einspeichen lassen und einige benzingetriebene Lösungen am Heck des Rades oder unter dem Tretlager. In Tschechien wird weiterhin die vorderradgetriebene Velosolex gebaut.